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“Hallo Sie! Bitte unterbinden Sie das Ihr Hund auf unser Grundstück pinkelt!”

Antwort:
a) Wenn Sie keinen Zaun haben, selber schuld!
b) Ihr Grundstück sieht doch aus wie scheiße!
c) Bleiben sie mal ganz entspannt. Es ist nur ein Hund!
d) Der pinkelt nicht, der markiert!

Hier kann man sich keine Antwort aussuchen, sondern das sind die Antworten, die wir bislang gehört haben. Klar, ist unser Grundstück weder hergerichtet, noch haben wir schon einen Zaun, aber dennoch ist es unser Grundstück. Und wir wünschen keine Hundepisse auf diesem. Unfassbar ist, dass wir bislang in keinem Fall auf Einsicht, sondern nur auf schnippische Erwiderung hin bis zu Beleidigungen getroffen sind.
Wenn wir mal einen Zaun haben, werden wir unseren Zaun entsprechend behandeln. Aus Rücksicht auf die kleinen Kinder der Nachbarn werden wir die Niederstromvariante am Zaun nicht zur Anwendung bringen. Hier gibts harmlose Varianten.
Am liebsten wäre mir natürlich ein Sensor, der den Hundebesitzer mit einem Wasserstrahl überzieht, wenn der Hund zum Pinkeln über unser Grundstück marschiert. Gibts leider noch nicht, ist aber eine Marktlücke, die den Erfinder zum Millionär machen kann.

Kabel Deutschland scheint ein komischer Verein zu sein. Einfache Änderungen, wie bspw. dass man sich zwei Wochen vor Installation des Anschluss doch einen anderen WLAN-Router wünscht, ziehen unfassbar bürokratische Akte nach sich. Und jedes Mal kriegt man dann unfassbar viel Post, die man schon lange hat. Wie dem auch sei. Jetzt läuft Fernsehen, Telefon und Internet.

Die Freude über die 32 MBit-Leitung ist allerdings mehr als getrübt. Heute wollte ich mir das neue Ubuntu runterladen und bin auf die Bittorennt-Drosselung zur Primetime gestoßen. Netzneutralität am Arsch!
Meines Wissens finden Raubkopien andere Wege durchs Internet. Torrent ist da nicht mehr angesagt. Als regelmäßiger (legaler) Torrent-Nutzer finde ich das eine Frechheit!!

Den Test gibts es hier.

Warten auf Godot

Estragon: Komm, wir gehen!
Wladimir: Wir können nicht.
Estragon: Warum nicht?
Wladimir: Wir warten auf Godot.
Estragon: Ah!

Die Baustelle zieht und zieht sich. Die Arbeiten am Dachkasten sind noch immer nicht abgeschlossen. Die verbindlichen Zusagen, dass das Gerüst zum Ende der Woche wegkommen kann, werden wöchentlich wiederholt. Innen ist das große Badezimmer noch immer nicht zuende geschliffen und mit Malervlies beklebt. DIe Ankleidekammer braucht noch den Fußbodenaufbau für die IKEA-Schränke. Und solange die beiden Zimmer nicht fertig sind, soll der Bodenbelag im oberen Flur nicht gelegt werden, da dieser sonst kaputtgetrampelt wird.

Immerhin ist die Heizung jetzt mit Fühlern ausgestattet. Wir hatten vor zwei Wochen um die Inbetriebnahme gebeten, da das Haus komplett ausgekühlt gewesen ist. Danach bollert die Heizung und knallte die Temperatur auf über 25°C im Haus. Abstellen ging nicht, da wir dann kein warmes Wasser mehr gehabt hätten. Der Installateur hatte sich in der Zeit rar gemacht, sodass wir mit offenen Fenstern eín wenig Teltow aufgeheizt haben.
Mittlerweile ist die Raumtemperatur auch bei geschlossenen Fenstern ertragbar, nur für das warme Wasser springt die Heizung noch an. Das Warmwasser wird ab Mittwoch von dem auf dem Dach verlegten Solar größtenteils übernommen.
Die Lüftungsanlage ist auch komplett installiert. Da muss nur noch jemand vom Hersteller kommen und dem Installateur helfen diese in Schwung zu bringen.
Die Stellmotoren für die raumspezifische Temperatursteuerung werden gerade montiert, sodass beim letzten Installateurtermin am Mittwoch dieses ganze Thema abgeschlossen wird. Am Mittwoch wird auch Gottseidank die Entkalkungsanlage in Betrieb genommen. Nach zweiwöchiger Nutzung sehen unsere Amaturen etc. schon ziemlich verkalkt aus. Der Installateur hat aus unserem Wasserhahn auch den atemberaubenden Kalkwert von 32 gemessen. Das hartwässrige Berlin hat im Vergleich im Mittel einen Wert von 19.

Was die anderen offenen Betätigungsfelder im Haus betrifft, so wird sich das aufgrund des geringen Personalansatz noch ziehen. Hier besteht noch Gesprächsbedarf.

Äußerlichkeiten

Der Dachkasten schreitet voran. Mal sehen, wie er in Gänze aussieht. So richtig warm bin ich noch nicht mit der Art der Konstruktion.
Dazu ist die Bauchbinde zur Hälfte gemalt und die oberen Faschen wurden angefangen. To be continued…
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Einzug

Nun, man kann wahrlich nicht sagen, dass das Haus restlos fertig ist. Aber heute schien uns die Zeit reif einzuziehen.
Seit heute haben wir warmes Wasser, wenngleich noch nicht per Solar. Zudem haben die Elektriker mit Ausnahme von HWR, Arbeitszimmer und Speisekammer überall die Steckdosen und das Licht geschaltet. Die Heizung wurde letzten Abend angeschaltet und hat mit Stromzuheizung das Haus aufgewärmt. Die Zuheizung hat den neuen Stromzähler ganz schön in Wallung gebracht.

Es stehen noch viele aufwendigere Arbeiten an (z.B. Dachkasten) und nochmehr Detailkram (z.B. vereinzelte Fußbodenleisten).
Demnächst mehr Details, wenn ein paar mehr Schränke eingeräumt/aufgestellt sind. Internet gibt’s auch erst nächste Woche.

Und es wurde Licht

Neuer Anlauf, neues Glück. Seit kurz vor 9 Uhr haben wir Strom.

Dem (neuen) Elektriker geht es Dank Einhaltung der fünf Sicherheitsregeln (http://www.elektro-wissen.de/Tipps/sicherheitsregeln.html) sehr gut.

Morgen werden alle Leitungen im Haus nochmal getestet und dann ist das Thema Elektrik vom Tisch.

Die Geschichte unserer Baustelle ähnelt einem Vortrag über worst-case-Fälle. Heute wurde ein neues Kapitel geschrieben, auf das wir liebend gerne verzichtet hätten.

Heute war der Termin an dem die gestern eingebauten Stromzähler an die Gesamtstromversorgung angeschlossen werden sollten, so dass wir am Wochenende mit Strom ins Haus ziehen können. Zu diesem Zweck versammelte sich neben der Bauleitung, ein Elektriker von EON EDIS und unser bestellter Elektriker um 11 Uhr auf der Baustelle. Ich war aufgrund eines anderen dringenden Termins verhindert – Gott sei Dank im nachhinein. Was beim Anschliessen ans Hauptstromnetz passierte, wird den Anwesenden wohl ihr Leben lang im Gedächnis bleiben. Beim Hantieren an der 4000 Volt (!!!) Stromversorgung, die das Musikerviertel mit Licht und der Möglichkeit zum Fernsehen ausstattet, kriegte der von uns bestellte Elektriker einen Schlag ab, der ihm augenblicklich aus den Schuhen hebelte und zu Boden brachte. Der neben ihm befindliche EON EDIS- Elektriker konnte sich gerade noch in Sicherheit bringen. Wie durch ein Wunder überlebte der Elektriker und wurde augenblicklich im Notarztwagen nach Berlin ins Krankenhaus verbracht. Wollen wir hoffen, dass er ohne Folgewirkungen das Krankenhaus demnächst wieder verlassen kann. Gute Besserung!

Die Schuldfrage wird wohl die Tage geklärt werden. Mehrere mögliche Fehlerquellen stehen zur Diskussion. Da bei solchen Spannungen das bloße Beistehen reicht, um von dem überspringenden Strom getroffen zu werden, reichen meine 230V-Stromschlagerfahrungen wohl nicht aus, um mir da ein Urteil bilden zu können.
Der Schuldige wird wohl mit der Berufsgenossenschaft (BG) ein wenig Papierkrieg bestreiten müssen und das EON-Notfall-Team bezahlen müssen, dass unseren Kasten gänzlich offline schaltete. Fakt ist, dass wir bis mindestens Montag weder richtigen noch Baustrom haben. Unterm Strich sind wir natürlich heilfroh, dass der Elektriker mit dem Leben davongekommen ist.

Wenn ich Dich den Spruch nicht schon ein paar Mal gebracht hätte, um dann dafür bestraft zu werden, würde ich jetzt sagen: “Schlimmer kanns nicht werden!”

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